Wir über uns

Das Netzwerk Offene Arbeit Berlin–Brandenburg (NOA) wurde 2001 von Christa Möllers, Gerlinde Lill und 15 Praktikerinnen aus Berliner Kindertageseinrichtungen gegründet. Sie alle engagierten sich seit Jahren für Offene Arbeit, wollten sich persönlich und im Team weiterentwickeln und in der Öffentlichkeit für diese Arbeitsweise werben.

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Anliegen und Arbeitsweisen

Der Vernetzungsgedanke hat mehrere Facetten:

  • Im Arbeitskreis finden sich Pädagoginnen zusammen, die für die Offene Arbeit „brennen“ und sich in ihrem Team ebenso wie im Netzwerk aktiv einbringen, Verantwortung übernehmen, Impulse geben.
  • Anliegen ist, eindeutige Orientierungen und Qualitätskriterien für Offene Arbeit zu entwickeln, an denen wir uns messen (lassen) wollen – und auf diese Weise Sicherheit und gemeinsame Stärke zu entwickeln.
  • Fragestellungen, Erkenntnisse und Methoden, die aus den Diskussionen im Arbeitskreis erwachsen, fließen zurück in die Teams, werden dort wiederum diskutiert, dann erprobt und ausgewertet. Erfahrungen, Erkenntnisse und offene Fragen wandern von dort zurück ins NOA. Dieser Wechselprozess ist Grundlage für Weiterdenken und Praxisentwicklung.
  • Die im Netzwerk vertretenen Teams erhalten die Chance, sich spiegeln zu lassen. Reihum hospitieren wir in den Einrichtungen und wenden unsere „Prüfsteine“ an. Anschließend geben wird den Teams Rückmeldungen und diskutieren mit ihnen.
  • Die Träger der Einrichtungen, die im NOA vertreten sind, unterstützen die Öffnungsprozesse ihrer Kitas und das Entstehen regionaler bzw. trägerinterner Netze. So fördern sie den Erfahrungsaustausch und die kollegiale Beratung.
  • Das NOA vernetzt sich mit „offenen“ Arbeitskreisen in anderen Bundesländern. Bei Hospitationsreisen und auf Fachtagen werden Übereinstimmungen und Kontroversen thematisiert.
  • Das NOA Berlin-Brandenburg veranstaltet Fachtage und Fortbildungen zu Offener Arbeit, greift aktuelle Fachdebatten auf und publiziert zum Thema.

Stand der Dinge 2016

Heute gehören dem Arbeitskreis 30 Mitglieder an – Leiterinnen, Erzieherinnen, Fachberaterinnen freier und kommunaler Träger in Berlin und Brandenburg.

Dreimal im Jahr treffen wir uns jeweils zwei Tage im Jagdschloss Glienicke, der zentralen Fortbildungsstätte in Berlin-Brandenburg. Von der Gründung an sind wir bei dieser Institution (seinerzeit Haus am Rupenhorn) verankert. Obwohl keine Fortbildung im üblichen Sinne, sind die Veranstaltungen des NOA im Fortbildungsverzeichnis genannt und die Teilnehmerinnen tun „Dienst am anderen Ort“.

Fachtage und Fortbildungen

Im Laufe der Jahre haben wir im Jagdschloss Glienicke fünf bundesweite Fachgespräche, zwei „Schnuppertage“ sowie Fortbildungen mit Teams aus anderen Bundesländern veranstaltet. Mittlerweile bieten wir Fachtage auch für Träger in anderen Bundesländern an und veranstalten Leitungsfortbildungen und Langzeitkurse zu Offener Arbeit.

Nach Jahren der Auseinandersetzung über die Frage, was den Kern der offenen Sache ausmacht, wie sich die innere Orientierung in äußeren Formen ausdrückt und auf welchen verschlungenen Wegen sich der Prozess der Offenen Arbeit in Teams voran bewegt, ist das NOA in ein neues Stadium eingetreten: Wir werben offensiv für Offene Arbeit.
Die Konzeptentwicklung für Fachtagungen und Fortbildungen wird nach innen und außen genutzt: Wir gestalten Veranstaltungsformen, die die Prinzipien der Offenen Arbeit erlebbar machen.

Inhaltliche Schwerpunktthemen sind:

  • Inklusion – offen für alle Kinder bedeutet: Barrieren in den Köpfen werden abgebaut
  • Kinder wissen selbst am besten, was sie brauchen – halten Erwachsene das aus?
  • Kinder sind die Hauptpersonen… Der mühsame Rollenwandel von Pädagogen
  • Von „meiner, meiner“ zur gemeinsamer Verantwortung – Teamentwicklung ist ein langer und kurvenreicher Prozess
  • Eltern – Partner in der Offenen Arbeit?
  • Lebensraum Kita – vom Haus für Kinder zum Haus der Kinder

Die Vernetzung der Praxis bleibt unser zentrales Anliegen.

Veröffentlichungen

Die Erfahrungen, Erkenntnisse und Prinzipien, die sich aus den Diskussionen im NOA ergeben haben, sind in eine Reihe von Publikationen eingeflossen.